Veranstaltungsarchiv Villa Aurora

2013

Donnerstag, 31.01.2013

Welcoming Reception

Los Angeles

In der ersten Veranstaltung nach der Renovierung der Villa Aurora stellen sich die neuen Stipendiaten vor: Justin B. Rathke (Bildender Künstler), Leo Khasin (Filmemacher) und Bernadette Conrad (Schriftstellerin)

Justin B. Rathke aka Justin Time ist ein Multimediakünstler, Filmemacher und Kurator. Nach seiner Steinmetzausbildung begab er sich für 3 Jahre auf die Walz, quer durch Europa. Er studierte Bildende Kunst und Bildhauerei an der Kunstschule Berlin Weißensee und Urban Studies am San Francisco Art Institute, was er mit einem Master in Bildender Kunst 2012 abschloss.
Seit 2011 ist Justin Mitglied der “Filmarche” (Berlin), der ersten autonomen Filmschule in Europa. Rathkes Arbeiten wurden in ganz Deutschland, in Polen, Großbritannien, Frankreich und den USA ausgestellt.
Für sein Stipendium in der Villa Aurora plant er die experimentelle Dokumentation CHASING HOUSES. Der Film wird die soziale und ökonomische Beschränkung einer Migration mit Haus im postkapitalistischen US-Amerika von 2013 untersuchen. Berücksichtigt werden dabei auch die Jahre der Finanz- und Immobilienkrise, die durch wirtschaftlichen Druck hervorgerufene Mobilität, die Rekonstruktion des amerikanischen Traumes und die Faszination der Road-Movies.

Weitere Informationen hier.

Geboren1973 in Moskau kam Leo Khasin mit acht Jahren nach Deutschland. Seit 1984 lebt er in Berlin.
Zum Filmemachen kam er auf Umwegen. Zunächst absolvierte er ein Zahnmedizinstudium. Irgendwann folgte er allerdings seiner eigentlichen Berufung und schloss sich für zwei Jahre einer Theatertruppe an. Danach machte er einen Regiekurs. Sein Kurzfilm Liebe Mutter lief auf zahlreichen nationalen und internationalen Kurzfilmfestivals. 2006 -2007 besuchte er die Autorenschule Hamburg, wo er u.a. das Drehbuch zu seinem ersten Kinospielfilm Kaddisch für einen Freund schrieb. Kaddisch für einen Freund, bei dem er auch die Regie führte, lief auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals und erhielt viele Preise, u.a. den MFG Star 2012 in Baden Baden, der ihm den Aufenthalt in der Villa Aurora ermöglichte. Während seines Aufenthaltes in der Villa Aurora arbeitet er an seinem neuesten Drehbuch.

Bernadette Conrad, geboren 1963, studierte Deutsche Philologie, Romanische Sprachen und Erziehungswissenschaften/Sozialpädagogik und strebte eine Karriere als Sozialarbeiterin mit dem Schwerpunkt Suchttherapie an. Heute arbeitet sie als Freelance Autorin und Journalistin, deren Publikationen regelmäßig in DER ZEIT und der Neuen Züricher Zeitung vorgestellt werden. Bernadette Conrad ist Trägerin zahlreicher Stipendien und Preise, wie des Walliser Medienpreises (2010) und des Literaturstipendiums des Landes Baden Württemberg.
Ihre Publikationen Nomaden im Herzen (2006), eine Sammlung von literarischen Berichten und die Biographie Die vielen Leben der Paula Fox (2011) wurden von den Kritikern hoch gelobt.
Während ihres Aufenthaltes in der Villa Aurora wird Bernadette Conrad intensiv für ihr neues Buch, ein belletristisches Werk, recherchieren, welches das Thema nomadisches Leben untersucht.
Bei der Reception liest Bernadette Conrad aus Die vielen Leben der Paula Fox und spricht darüber, wie sich Geschichten im Prozess des Schreibens entwickeln.

Anmeldungen bitte unter 310.573-3603 oder infola@villa-aurora.org

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort: 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272

Der Shuttle Service startet ab 19:00 Uhr am Los Liones Drive.

Sonntag, 10.02.2013

Bernadette Conrad liest bei Skylight Books

Los Angeles

Bernadette Conrad liest aus "Die vielen Leben der Paula Fox" bei Skylight Books. In Anschluß findet eine Diskussion statt. http://www.skylightbooks.com

Donnerstag, 14.02.2013

Bernadette Conrad zu Gast im Pomona College

Los Angeles

Die derzeitige Villa Aurora Stipendiatin Bernadette Conrad ist Gast beim Oldenburg Luncheon Colloquium in der
California State University Pomona. Frau Conrad liest aus ihrem Buch DIE VIELEN LEBEN DER PAULA FOX, eine Biografie der amerikanischen Schriftstellerin Paula Fox (Großmutter der Rock-Ikone Courtney Love).
Eine Diskussion mit Studenten über das Buch und Conrads Entdeckung, wie Geschichten beim Schreiben eine Eigendynamik entwickeln, schliesst sich der Lesung an.
Lesung und Diskussion sind auf Englisch.



Freitag, 15.02.2013

FELLOWS & Friends

Berlin

Am Freitag, den 15. Februar, treffen sich die FELLOWS&Friends der Villa Aurora ab 20:00 Uhr im Dresden in Kreuzberg, Dresdener Straße 19, 10999 Berlin.

Eva Castringius und Marcel Bühler möchten diesmal über „Die Notwendigkeit von Künstleraufenthalten in LA und deren (kostengünstige) Organisation" sprechen und Ideen und Strategien austauschen.

Samstag, 23.02.2013

Oscar®-Reception 2013

L.A.

Am Samstag, einen Tag vor der Oscar®-Verleihung, luden German Films, Villa Aurora und das Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Los Angeles zum traditionellen Empfang für die deutschen Oscar®-Nominierten in die Villa Aurora in Los Angeles ein, der in diesem Jahr in Anwesenheit des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann stattfand. Auch Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei Berlin, befand sich unter den Gästen aus Deutschland.

In kalifornischem Sonnenschein begrüßten Staatsminister Bernd Neumann, Dr. Markus Klimmer, Vorstandsvorsitzender der Villa Aurora, und Mariette Rissenbeek, Geschäftsführerin von German Films, rund 500 geladene Gäste im Garten der Villa Aurora. Auch Martin Moszkovicz, Aufsichtsratsvorsitzender von German Films, Annette Rupp, Geschäftsführerin der Villa Aurora, und Margit Kleinman, Direktorin der Villa in Los Angeles, freuten sich über die zahlreich erschienenen Gäste.

Neben den Teams der nominierten deutschen Koproduktionen Liebe von Michael Haneke mit dem deutschen Produzenten Stefan Arndt (X Filme Creative Pool), The Gatekeepers von Dror Moreh mit den verantwortlichen Redakteurinnen Patricia Schlesinger & Barbara Biemann (NDR) und Open Heart von Kief Davidson mit dem deutschen Produzenten Christian Beetz (Gebrüder Beetz Filmproduktion) nutzten Vertreter der deutschen und internationalen Filmbranche die Möglichkeit des Austauschs im historischen Ambiente der Villa.

Unter den Gästen befanden sich Schauspieler wie Thomas Kretschmann, Veronika Ferres und Udo Kier, Regisseur Uli Edel, Moderatorin Karen Webb, die österreichische Kulturministerin Dr. Claudia Schmied, die Geschäftsführerin des Medienboard Berlin-Brandenburg Kirsten Niehuus, die BR-Fernsehdirektorin Bettina Reitz, Andreas Trautz (MFG Baden-Württemberg), der Leiter der BR-Redaktion Kinofilm Hubert von Spreti und FFA-Präsident Eberhard Junkersdorf sowie Uschi Obermeier, Thure Riefenstein, Elga Sharpe, Protokollchefin der Stadt Los Angeles, und viele mehr.

Auch zahlreiche deutsche und internationale Pressevertreter nahmen die Chance wahr, Interviews und kurzen Statements von den Nominierten und anwesenden Gästen einzuholen. Die deutsche Schauspielerin und Vorstandsmitglied der Deutschen Filmakademie Christiane Paul war als Botschafterin des Sponsors Annemarie Börlind Natural Beauty zugegen und stellte zusammen mit dem US-Repräsentanten von German Films Oliver Mahrdt die Nominierten vor.

Der Empfang zu Ehren der deutschen Oscar® - Nominierten wurde unterstützt von German Films, Villa Aurora, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Los Angeles, dem Goethe-Institut Los Angeles, dem Medienboard Berlin-Brandenburg und Berlin Partner.

Offizielle Sponsoren waren Annemarie Börlind Natural Beauty, AUDI, airberlin, BOSCH, AMI, Apollinaris, BWR, Carpe Diem und Volvic.

Den Film der Oscar® - Reception sehen Sie hier.

Donnerstag, 28.02.2013

Die Esther Rolle

Los Angeles

Lesung
Another Promised Land: The Book of Esther and the Ambiguities of Diaspora
Dr. Sharon Gillerman

Musik
I Go Before the King... Tears Assist Me und Praise the Lord aus Esther von Georg Friedrich Händel
Jen Lee (Sopran) and Aurelien Eulert (Klavier)

Um 1950 erwarb Lion Feuchtwanger eine handgeschriebene Pergamentrolle mit der Darstellung eines Teils von Megillot Esther, der auch als Buch Esther bekannten jüdischen Festrolle.
Das Buch ist Teil des jüdischen Piremfestes. Darin beschreiben die Helden der Erzählung, Esther und Mordechai, die Ereignisse, derer heute beim Piremfest gedacht wird, aus erster Hand.
Feuchtwangers Schriftrolle stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist vermutlich aschkenasischen Ursprungs.
Zum Zeitpunkt des Kaufes arbeitete Lion an seinem historischen Roman Raquel oder Die Jüdin von Toledo, zu dem ihn die Geschichte Esthers inspiriert hatte. Das Thema faszinierte ihn jahrzehntelang.
Die Schriftrolle wurde im letzten Jahr von der USC Feuchtwanger Memorial Library restauriert und kehrt nun in neuem Glanz in die Villa Aurora zurück.

Sharon Gillerman ist Dozentin für Jüdische Geschichte am Hebrew Union College – Jewish Institute of Religion und der USC. Ihre Veröffentlichungen thematisieren die jüdische Geschichte im frühen 20. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung von Gender, dem Körper, jüdischer Identität und der volkstümlichen Kultur in der Zeit zwischen den Weltkriegen. Gegenwärtig schreibt sie ein Buch über Performance und Rezeption des polnischen Theater- und Varietéstars Zishe (Siegmund) Breitbart in Europa und den USA.

Jen Lee ist Studentin des Vocal Arts program der USC Thornton School of Music. Vor kurzem war sie in der Westküstenpremiere von Lee Hoibys Oper The Tempest in der Rolle der Ariel zu sehen. Jen Lee debütierte mit den Pacific Philharmonic unter der Leitung von Dr. Bryce Seliger und war Solosopranistin bei der Carmina Burana-Aufführung der Pacific University unter Leitung von Dr. Scott Tuomi. Jen Lee ist Gewinnerin vieler Wettbewerbe und Stipendien wie dem Encouragement Award von Metropolitan National Council Auditions. In Kürze wird sie die Rolle der Kunigunde in Candide mit dem Aspen Opera Theater singen.

Der aus dem Elsass (Frankreich) stammende Pianist und Sänger Aurelian Eulert tritt regelmäßig mit dem Opernstar Rod Gilfry auf und ist in Europa und den USA bekannt. Er war musikalischer Direktor der Chamber Opera der USC seit 2008 und Coach- und Probepianist des USC Thornton School of Music Opera Programmes seit 2010. Aurelien ist Mitglied der UCLA Alpert School of Music und in der Fakultät des Hawaii Performing Arts Festivals seit 2011. Ebenso trat er in professionellen und universitäten Orchestern auf, unter Dirigenten wie James Conlon, Robert Spano, Carl St-Clair und John Williams.

Diese Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit der Villa Aurora mit der Feuchtwanger Memorial Library at USC und ist unterstützt vom Hebrew Union College – Jewish Institute of Religion.

Bitte melden Sie sich an: Tel. 310.573-3603 oder infola@villa-aurora.org

Eintritt: $ 5, frei für Mitglieder

Veranstaltungsort: 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272

Donnerstag, 07.03.2013

The Psychopathologies of Cognitive Capitalism

Berlin

Im ICI Berlin treffen sich im Rahmen des zweiten Teils der transatlantischen Konferenz The Psychopathologies of Cognitive Capitalism internationale Philosophen, Wissenschaftler und Künstler, um die Auswirkungen des gegenwärtigen Kapitalismus auf Gehirn und Verstand zu diskutieren.

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Das Programm der Konferenz im ICI Berlin finden Sie hier, Hintergründe zu Teil 1, der 2012 in Los Angeles stattfand, hier.

Kaddisch für einen Freund

Los Angeles

Im OIdenburg National Theatre des Pomona Colleges wird der Film Kaddisch für einen Freund von Leo Khasin gezeigt.

Aufgewachsen in einem palästinensischen Flüchtlingslager, hat der vierzehnjährige Ali Messalam von klein auf gelernt, Juden zu hassen. Nach der Flucht aus dem Libanon ist er mit seiner Familie in Berlin-Kreuzberg untergekommen. Hier sucht er nun Anschluss und Anerkennung bei arabischen Altersgenossen. Doch dafür soll er erst beweisen was er drauf hat. Zum Zeichen seines Muts bricht Ali in die Wohnung seines russischen Nachbarn Alexander Zamskoy ein. Der ist vierundachtzig Jahre alt, Weltkriegsveteran und - Jude. Die anderen Jugendlichen folgen Ali und verwüsten die Wohnung des alten Mannes. Nur Ali wird von dem vorzeitig zurückgekehrten Alexander erkannt und bei der Polizei angezeigt. Um einer Verurteilung und der damit verbundenen Abschiebung zu entgehen, ist Ali gezwungen, die Nähe seines Feindes zu suchen.

Weitere Details hier.

Samstag, 09.03.2013

Krieg einer Diva: Der militärische Glanz Marlene Dietrichs

Los Angeles

Das Schweizer Generalkonsulat, Presence Switzerland und Villa Aurora präsentieren: Krieg einer Diva - Der militärische Glanz Marlene Dietrichs. Eine Lesung mit Elisabeth Bronfen

Während ihres ganzen Lebens hat Marlene Dietrich beteuert, dass ihr Einsatz im 2. Weltkrieg als Truppenbetreuerin der amerikanischen Soldaten in Europa und Afrika das Wertvollste gewesen sei, das sie je getan habe.

Die Veranstaltung beleuchtet, wie sie das Theater des Krieges in eine Bühne für sich verwandelte, indem sie bestimmte Aspekte ihrer Filmrollen für das reale Leben neu inszenierte. Ebenfalls wird aufgezeichnet, wie sie nach dem Sieg der Allierten an der Erinnerung an diesen Krieg festhielt, teilweise durch Filmrollen wie Wilders Eine auswärtige Affäre (1948) und Kramers Das Urteil von Nürnberg (1961), teilweise indem sie ihre Rolle als Truppenbetreuerin auf der Bühne nachspielte, wie in ihrem letzten Konzert in London 1973.

Elisabeth Bronfen ist Kultur- und Literaturwissenschaftlerin und Buchautorin; sie ist Professorin für Anglistik und Lehrstuhlinhaberin am Englischen Seminar der Universität Zürich. Bronfen hat Aufsätze und Bücher in den Bereichen Gender Studies, Psychoanalyse, der Literatur-, Film- und Kulturwissenschaften veröffentlicht. Ihr neuestes Buch trägt den Titel Specters of War. Hollywood’s Engagement with Military Conflict.

Es findet ein Empfang für Elisabeth Bronfon statt.

Anmeldung bitte unter 310.573-3603 oder infola@villa-aurora.org

Der Eintritt ist frei.

Ort: 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272

Donnerstag, 21.03.2013

Villa Goethe präsentiert Leo Khasin

Los Angeles

Die Kooperation zwischen dem Goethe-Institut Los Angeles und dem Stipendiaten-Programm der Villa Aurora geht weiter. Bei der Reihe „Villa Goethe“ bekommen die in der Villa Aurora lebenden Künstler die Gelegenheit, ihre vergangenen, aktuellen und zukünftigen Projekte hier am Goethe-Institut vorzustellen.

Kaddisch für einen Freund (Kaddish For A Friend)

Reg. Leo Khasin, D, 2011, 94 min., Deutsch mit engl. Untertiteln, Digital.

Aufgewachsen in einem palästinensischen Flüchtlingslager, hat der vierzehnjährige Ali Messalam von klein auf gelernt, Juden zu hassen. Nach der Flucht aus dem Libanon ist er mit seiner Familie in Berlin-Kreuzberg untergekommen. Hier sucht er nun Anschluss und Anerkennung bei arabischen Altersgenossen. Doch dafür soll er erst beweisen was er drauf hat. Zum Zeichen seines Muts bricht Ali in die Wohnung seines russischen Nachbarn Alexander Zamskoy ein. Der ist vierundachtzig Jahre alt, Weltkriegsveteran und - Jude. Die anderen Jugendlichen folgen Ali und verwüsten die Wohnung des alten Mannes. Nur Ali wird vom vorzeitig zurückgekehrten Alexander erkannt und bei der Polizei angezeigt. Um einer Verurteilung und der damit verbundenen Abschiebung zu entgehen, ist Ali gezwungen, die Nähe seines Feindes zu suchen.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Empfang statt.

Ort: Goethe Institut Los Angeles // 5750 Wilshire Blvd. Suite 100, Los Angeles, CA 90036

Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 26.03.2013

Sviatlana Kurs im Berliner Literaturhaus

Berlin

Am 26. März 2013 trafen im Berliner Literaturhaus vor 50 Gästen zwei Spitzenjournalisten aufeinander: Die weißrussische Schriftstellerin und Journalistin Sviatlana Kurs, Feuchtwanger Fellow 2013 der Villa Aurora, und Dr. Manfred Sapper, Chefredakteur der Zeitschrift Osteuropa, diskutierten über gegenwärtige politische Tendenzen in Osteuropa und deren historische und gesellschaftliche Hintergründe. Sviatlana Kurs und Olga Radetzkaya lasen Auszüge aus den Kurzgeschichten Der Besuch des Archivars und Das Fest kehrt wieder in weißrussischer und deutscher Sprache.

Sviatlana Kurs hat ihre Laufbahn im staatlichen belarussischen Rundfunk begonnen, bis ihr 1995 wegen kritischer Berichterstattung nach der Volksabstimmung über nationale Symbolik und den Status der belarussischen Sprache gekündigt wurde. 1994-2006 war sie als freie Journalistin für die Zeitungen Swaboda und Nascha Niwa, sowie Rundfunk Ratsyja und Radio Free Europe tätig. Sie hat mit dem Helsinki Komitee Belarus zusammengearbeitet und die Zeitschrift der Einrichtung herausgegeben. Seit 2008 ist sie als Journalistin für Euroradio Belarus in Polen tätig und lebt in Warschau.

Sviatlana Kurs tritt im April 2013 ihr Feuchtwanger Fellowship in der Villa Aurora an.

Politische Tendenzen in Osteuropa

Berlin

Sviatlana Kurs und Dr. Manfred Sapper diskutieren mit Blick auf die Länder Belarus, die Ukraine und Russland politische Tendenzen in Osteuropa. Schwerpunkte sind die ideologische Basis für eine neue Spiritualität, Frauenfeindlichkeit und der Versuch der Rehabilitierung des „sowjetischen Menschen“. Zudem werden Auszüge aus zwei Kurzgeschichten von  Sviatlana Kurs in belarussischer und deutscher Sprache gelesen.
Sviatlana Kurs, die in der Nähe von Minsk geboren wurde, ist eine belarussische Schriftstellerin und Journalistin. Sie studierte Philologie an der Belarussischen State University. Ab 1994 war sie beim belarussischen State Radio, der Zeitung Svaboda, Radio 101,2, dem belarussischen Helsinki Committy, Radio Racya, Transitions Online und Radio Free Europe/Radio Liberty European Radio for Belarus beschäftigt.
Dr. Manfred Sapper, 1962 in Kassel geboren, studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie in Frankfurt, Siena und Moskau und promovierte mit einer Arbeit über "Die Auswirkungen des Afghanistankriegs auf die Sowjetgesellschaft". Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Osteuropa, einer interdisziplinären Monatszeitschrift, die Politik und Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft im Osten Europas als Teil der globalisierten Welt analysiert.
Die Veranstaltung findet im Literaturhaus Berlin, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin statt.

In Kooperation mit dem Literaturhaus Berlin

Mittwoch, 27.03.2013

Spiritual Standards

Los Angeles

Das Land Sachsen-Anhalt und das Deutsche Generalkonsulat präsentieren

Spiritual Standards
mit Markus Burger & Jan von Klewitz

Altbekannte Choräle und Hymnen bilden die Basis eines der aufregendsten musikalischen Projekte der 1990er Jahre. Die Jazzmusiker Jan von Klewitz (Saxophon) und Markus Burger (Klavier) wurden von der Kritik bejubelt für ihre Verschmelzung moderner Improvisationstechniken mit Interpretationen von Barockmusik, die die Besonderheiten dieser Musik wahren.

Der Schauspieler Eric Braeden und Louis Fantasia, Schauspieler und Regisseur, werden ausgewählte Texte (in Englisch und Deutsch) des mittelalterlichen Philosophen und Mystikers Meister Eckhart sowie der evangelisch-lutherischen Pastoren Martin Niemöller und Dietrich Bonhoeffer lesen.

Sowohl Martin Niemöller als auch Dietrich Bonhoeffer waren überzeugte Gegner der Nationalsozialisten. Niemöller wurde 1945 nach siebenjähriger Gefangenschaft befreit. Bonhoeffer wurde 1943 verhaftet und 23 Tage vor der deutschen Niederlage hingerichtet.

Markus Burger und Jan von Klewitz sind mit ihrem Programm durch Deutschland, die Schweiz, die Ukraine, Litauen, Frankreich, Polen und die USA gereist. Im Jahr 2000 haben sie den begehrten Bach-Preis der Stadt Erfurt erhalten.

Eric Braeden hat unter anderem den Fernsehpreis Emmy und den People's Choice Award gewonnen, vermutlich ist er der bekannteste Soap-Opera-Darsteller weltweit.

Der Autor, Schauspieler und Regisseur Louis Fantasia ist Leiter der General Education der New York Film Academy und Leiter des Workshops "Shakespeare at the Huntington" der Huntington Library. Er führte weltweit Regie bei mehr als 150 Bühnenstücken und Opern.

Spritual Standards ist Teil der der Luther-Dekade, die im September 2008 begann und auf das Jubiläum des 500. Jahrestags des Thesenanschlags von Martin Luther im Jahr 2017 hinzielt.

Mit Empfang.

Der Eintritt ist frei.

Anmeldung bitte unter 310.573-3603 oder infola@villa-aurora.org

Ort: 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272

Mittwoch, 03.04.2013

Alexander Granach

Los Angeles

Alexander Granach - vom Schtetl nach Hollywood

Ein Film von Angelika Wittlich, Deutschland 2012, 105 min., digital

In Anwesenheit von Angelika Wittlich

Vom krummbeinigen Bäckergehilfen zum Star der Theaterbühnen und des expressionistischen Films – der aus Galizien (heute: Ukraine) stammende Schauspieler Alexander Granach eroberte in der Weimarer Zeit die Berliner Bühnen im Sturm. Er arbeitete mit Bertolt Brecht und Erwin Piscator sowie mit Leopold Jessner, Jürgen Fehling oder Heinz Hilpert. Fast gleichzeitig mit seinem Start an den Berliner Theatern debütierte er im Film. Sein pantomimischer Stil war wie geschaffen für den Stummfilm. Friedrich Wilhelm Murnau engagierte ihn für seine erste Filmrolle als makabrer Hausmeister Knock in Nosferatu. Auch im Tonfilm ging Granachs Karriere nahtlos weiter.

1933 fand Granachs triumphale deutsche Theater- und Filmkarriere ihr jähes Ende. Verfolgt von den Nazis, flüchtete er über Wien nach Polen. 1936 wurde er in die Sowjetunion eingeladen und spielte dort u.a. den Shylock am Theater Kiew. Ende 1937 wurde er wegen Spionageverdachts verhaftet. Lion Feuchtwanger intervenierte bei Stalin, Granach wurde freigelassen und floh nach Zürich. Als die Schweiz ihm den Aufenthalt nicht verlängerte, gelangte er 1938 mit einem Visum nach Amerika. In New York schlug er sich durch, lernte Englisch, knüpfte Verbindungen mit anderen Emigranten. Dann holte ihn William Dieterle nach Hollywood und Granachs amerikanische Filmkarriere startete brillant mit Ernst Lubitschs Ninotschka. In New York starb er am 14.03.1945 an einer verschleppten Blinddarmentzündung, gerade als sich das Ende des Krieges abzeichnete und er einem Wiedersehen mit seiner „großen ewigen Liebe“, der Schweizer Schauspielerin Lotte Lieven, entgegen sah.

Mit Empfang.

Anmeldung bitte unter 310.573-3603 oder infola@villa-aurora.org

Ort: 520 Paseo Miramar, Los Angeles, CA 90272

Montag, 08.04.2013

FELLOWS & Friends im Roten Rathaus

Berlin

„Fördermöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler“ wurden beim FELLOWS & Friends – Treffen der Villa Aurora aufgezeigt und diskutiert, das Staatssekretärin Hella Dunger-Löper, Bevollmächtigte beim Bund, Europabeauftragte des Landes Berlin und Beauftragte für das Bürgerschaftliche Engagement, am 8. April 2013 im Roten Rathaus eröffnete.

Dr. Konrad Schmidt-Werthern, Abteilungsleiter der Berliner Kulturverwaltung und Referatsleiterin Christiane Zieseke gaben einen Überblick über die deutsche und Berliner Kulturförderung, nachdem Annette Rupp, die Geschäftsführerin der Villa Aurora, den rund 50 Gästen Geschichte und Aktivitäten der Villa Aurora vorgestellt hatte.

Als besonders aufschlussreiche bundesweite Informationsforen für Künstlerinnen und Künstler nannte Dr. Konrad Schmidt-Werthern die Websites www.kulturfoerderung.org und www.kulturpreise.de.

Einen Überblick über die diversen Förderprogramme der Berliner Senatskanzlei gibt die Website http://www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/index.de.html. Im Bereich bildende Kunst vergibt die Berliner Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten jährlich in Kooperation mit dem Art Center College of Design (ACCD) in Pasadena/Los Angeles ein Kulturaustausch-Stipendium. Dieses Stipendium ermöglicht 12-monatige Aufenthalte im Fachbereich Graduate Studies/Art am renommierten Art Center College of Design. http://www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/internationaler-kulturaustausch/auslandsstipendien/index.de.html. Für größere Projekte wurde auf die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin, für Förderungen im Filmbereich auf das Medienboard Berlin-Brandenburg verwiesen. Christiane Zieseke empfahl, sich mit allen Fragen gezielt von den Mitarbeitern der Senatskanzlei beraten zu lassen.

Die Villa-Aurora-Fellows Eva Castringius und Marcel Bühler berichteten über die wertvollen Impulse, die sie während ihres Stipendiums in der Villa Aurora erhalten hatten und die sie in ihrem künstlerischen Werk mit weiteren Aufenthalten in Los Angeles ausbauen möchten. Sie initiierten eine Befragung aller bisherigen 264 Stipendiaten der Villa Aurora, um den Bedarf von Künstleraufenthalten in Los Angeles zu erfragen und gemeinsam Ideen und Strategien für deren Organisation zu entwickeln. Im Rahmen der Auswertung zeigte sich ein erhebliches Interesse vieler Fellows an zukünftigen Aufenthalten in Los Angeles. Zur Realisierung wurden erste Ideen zusammengetragen, die gemeinsam weiterentwickelt werden sollen.

FELLOWS&Friends

Berlin

Am 8. April 2013 wird im Louise-Schröder-Saal des Berliner Rathauses um 19:00 Uhr ein FELLOWS & Friends-Treffen der Villa Aurora stattfinden, bei welchem der neue Abteilungsleiter in der Berliner Kulturverwaltung, Herr Dr. Konrad Schmidt-Werthern, und Referatsleiterin Frau Christiane Zieseke Auskunft über Fördermöglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler geben werden.

Die Veranstaltung wird durch Erfahrungen und Ideen von Fellows der Villa Aurora hinsichtlich weiterer Fördermöglichkeiten und des transatlantischen Netzwerks ergänzt werden.

Wir danken Staatssekretärin Hella Dunger-Löper für die Unterstützung der Veranstaltung und freuen uns auf Ihren und Euren Besuch!

Wir bitten um Anmeldung bis zum 3. April 2013

Ort: Luise-Schröder-Saal, Berliner Rathaus, Rathausstraße, 10178 Berlin.

Donnerstag, 02.05.2013

Nach der Revolution

Los Angeles

Villa Aurora, Pacific Palisades Film Festival zeigt:

Nach der Revolution - Ein Dokumentarfilm von Dörte Franke und Marc Bauder

Deutschland, 2010, 91 min., digital

Der Film Nach der Revolution zeigt die Situation unmitttelbar nach dem Fall der Mauer mit seltenem Filmmaterial von Diskussionen der politischen Elite der DDR und reflektiert die Situation aus einer heutigen Sicht.

Nach dem Screening wird das Lebenswerk von UDO KIER geehrt und die Höhepunkte seiner Filmkarriere gezeigt.

Mehr über Friends of Film und The 9th Annual Pacific Palisades Film Festival unter http://www.friendsoffilm.com/

Eintritt: Spendenempfehlung $ 5

Anmeldung bitte unter infola@villa-aurora.org. Sie erhalten eine Bestätigung.

Freitag, 10.05.2013

Der Abend, an dem in Deutschland die Bücher brannten

Berlin

Das Villa Aurora Forum und das Literaturhaus Berlin gedachten am 10. Mai mit Unterstützung der Atlantik-Brücke der Literatur verfolgter und verbotener Schriftsteller und Journalisten anlässlich des 80. Jahrestages der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten in Deutschland.
Mit unglaublicher Intensität und Anmut las Frank Arnold vor vollem Haus Texte von Autoren wie Pablo Neruda, Gabriel Garcia Márquez, Liao Yiwu oder Joseph Brodsky. Ernest Wichner, Leiter des Literaturhauses, führte den jeweiligen Autor versiert ein und schenkte mit der Auswahl von Texten von Abu Nuwas, einem persischen Autor aus dem 8. Jahrhundert, dem Publikum einen humorvoll-bitteren Ausklang.

Der Abend an dem in Deutschland die Bücher brannten

Berlin

Villa Aurora e.V. und das Literaturhaus Berlin gedenken mit Unterstützung der Atlantik-Brücke der Literatur verfolgter und verbotener Schriftsteller und Journalisten anlässlich des 80. Jahrestages der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten in Deutschland.

Am 10. Mai 1933 haben nationalsozialistisch gesinnte deutsche Hochschullehrer und Studenten in zahlreichen Städten im Deutschen Reich die Bibliotheken vom »undeutschen Geist gesäubert« und unter Verlesung von Feuersprüchen die Bücher zahlreicher deutscher Schriftsteller und Gelehrter verbrannt. Wie wir heute wissen, war dies das Fanal, von dem Heine gesprochen hatte – es wurden nicht nur Bücher, sondern auch Menschen verbrannt – und es endete mit Millionen Toten in den Gaskammern, auf den Schlachtfeldern und in zerstörten Städten.

Achtzig Jahre Bücherverbrennung ist uns Anlass zurückzublicken auf das historische Geschehen wie auf die folgenden Jahrzehnte, denn Bücher wurden und werden verbrannt; weltweit werden nach wie vor Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie Journalistinnen und Journalisten wegen ihres Einsatzes für die Wahrheit verfolgt, eingesperrt und ermordet.

Frank Arnold liest Texte verbotener und verfolgter Schriftsteller aus den letzten achtzig Jahren (u.a. Franz Kafka, Pablo Neruda, Béla Hamvas, Joseph Brodsky, Václav Havel, Gabriel Garcia Márquez, Liao Yiwu, Abu Nuwas).

Veranstaltungsort: Literaturhaus Berlin, Großer Saal, Fasanenstraße 23, 10719 Berlin

Mittwoch, 22.05.2013

Fellows&Friends @ Torstraße 111 in Berlin

Berlin

Zu Ehren der beiden Villa Aurora Berlin Fellows 2013, Alice Wang und Benjamin Tong, fand am Abend des 22. Mai 2013 in der Künstlerresidenz Torstraße 111 ein FELLOWS & Friends Treffen der Villa Aurora statt.
 
Das Fellowship Berlin, das 2012 ins Leben gerufen wurde, bietet Künstlerinnen und Künstlern aus Los Angeles einmal im Jahr für mehrere Monate die Gelegenheit, in Berlin zu leben und zu arbeiten. Damit möchte die Villa Aurora den transatlantischen Austausch befördern und neben dem Stipendienprogramm, das in Deutschland lebenden Künstlerinnen und Künstlern einen Aufenthalt in Los Angeles gewährt, auch in Los Angeles lebenden Künstlern einen Aufenthalt in Deutschland ermöglichen. Neben Wohn- und Arbeitsräumen bietet die Torstraße 111 zudem Galerieräume, in denen Arbeiten von Alice Wang und Benjamin Tong zu sehen waren.
 
Alice Wang wurde in China geboren, hat in Toronto, in Los Angeles und an der New York University studiert und lebt als Künstlerin und Filmemacherin in Los Angeles. Seit Sommer 2012 lebt und arbeitet Alice im Rahmen eines Kunststipendiums zusätzlich in Paris. Die Arbeit, die sie an diesem Abend präsentierte, trägt den Titel ‚The Secret Blackness of Milk‘.
 
Benjamin Tong, der in Toronto geboren ist, studierte Informatik an der Universität von Toronto und erhielt den Master of Fine Arts am California Institute of the Arts. Er war Fellow in Mexiko City und ist mit seinen Projekten derzeit in den USA, in Kanada und in Europa zu sehen. Seine Performance trug den Titel ‘In a thousand years we will have corrected the earth’s rotational axis shifting it 45 degrees aligning to that of Venus, and the polar icecaps will have melted giving the seas a flavoring of lemonade’.
 
Zu Beginn des Abends hielt Dr. Miriam Kellerhals einen Vortrag über Kunst und Urheberrecht. Dabei stellte sie dar, unter welchen Voraussetzungen eine Schöpfung urheberrechtlichen Schutz genießt und welche Rechte daraus erwachsen und unter welchen Umständen Künstler andere Künstler zitieren, persiflieren oder nachahmen können, ohne deren Rechte zu verletzen. Hierzu wurden exemplarische Entscheidungen aus dem deutschen Recht und der am 25.04.2013 vom New Yorker Berufungsgericht entschiedene Fall „Patrick Cariou vs. Richard Prince“ diskutiert.
 
Dr. Miriam Kellerhals hat in Konstanz und München studiert und ihr Referendariat in Berlin absolviert. Danach war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin tätig. In dieser Zeit hat sie über Urheberpersönlichkeitsrechte im Arbeitsverhältnis promoviert. Seit 2001 ist sie als Rechtsanwältin in Berlin aktiv. Neben ihrer anwaltlichen Tätigkeit mit den Schwerpunkten Urheber-, Medien- und Wirtschaftsrecht lehrt sie an verschiedenen Hochschulen und hält Vorträge im In- und Ausland.
 
Ulrike Seyboth und Ingo Fröhlich, Gastgeber der Torstraße 111, präsentierten ihren Katalog  „ich zeichne die Zeit, du malst den Moment“, der im Lukas Verlag Berlin erschienen ist.
 
 

FELLOWS & Friends @ Torstraße 111

Berlin

Programm

18:00 Uhr:

Kunst und Urheberrecht
Vortrag von Dr. Miriam Kellerhals & Diskussion

19:30 Uhr:

ich zeichne die Zeit, du malst den Moment
Katalogpräsentation von Ulrike Seyboth & Ingo Fröhlich / Torstraße 111, Lukas Verlag Berlin

20:00 Uhr:

Opening & Party mit Alice Wang & Benjamin Tong,Villa Aurora Fellows in Berlin, Torstraße 111

Ausstellungen:

The Secret Blackness of Milk / Alice Wang

In a thousand years we will have corrected the earth’s rotational axis shifting it 45 degrees aligning to that of Venus, and the polar icecaps will have melted giving the seas a flavoring of lemonade. / Benjamin Tong

 

Eintritt frei!

Anmeldung unter infoberlin@villa-aurora.org oder 030 – 20 62 36 40 bis 20. Mai 2013

 

Alice Wang (geb. 1983 in China) lebt als Künstlerin und Filmemacherin in Los Angeles. Sie schloss die Universität in Toronto mit einem BSc ab und erhielt den Bachelor of Fine Arts vom California Institute of the Arts und den Master of Fine Arts der New York University.
Seit dem Sommer 2012 lebt und arbeitet Alice dank eines Kunststipendiums der Carla Bruni-Sarkozy-Stiftung in Paris. Alice stellt ihre Arbeiten im Armory Center for the Arts in Pasadena sowie im Deutschen Haus in New York aus, im Moskow Museum of Modern Art und bei Immanence in Paris sind weitere Ausstellungen geplant. Ihr Experimentalfilm The fallacy of misplaced concreteness wird von Vtape vertrieben und ist Teil der permanenten Sammlung dort.

Benjamin Tong (geb. 1981), studierte Informatik an der Universität von Toronto und erhielt den Master of Fine Arts am California Institute of the Arts. Seine Projekte werden weltweit gezeigt, unter anderem in The Hart House (CAN), beim Images Festival (CAN), in REDCAT Gallery (CA), Sonja Roesch Gallery (TX), an der Hochschule für Bildende Kunst HBK (GER), bei RosaB.net, und LA Mart (CA). The Parrot Lecture, veröffentlicht von Golden Spike Press und aufgeführt bei CalArts, ist bei Printed Matter (US), Ed. Varie (US), Art Metropole (CAN) und Ooga Booga (US) zu sehen. In Mexiko City war er Fellow im SOMA summer program.

Samstag, 25.05.2013

Vögelein Schwermut

Los Angeles

Villa Aurora und das Österreichische Generalkonsulat präsentieren

Vögelein Schwermut - Ein Liederabend mit Irene Wallner und Maria Raberger

In Anwesenheit von Walter Arlen

Vögelein Schwermut, eine Liedersammlung für Alt und Klavier, präsentiert Lieder jüdischer Komponisten, die während des nationalsozialistischen Regimes verboten, verfolgt und / oder ermordet wurden. Der Titel des Konzerts ist abgeleitet vom gleichnamigen Leid Erich Zeisls, das auf einem Gedicht von Christian Morgenstern basiert. 

Das Programm beinhaltet Lieder von Walter Arlen, Viktor Ullmann, Erich Zeisl, Erich Schulhoff und Erich Wolfgang Korngold.

Irene Wallner studierte Gesang an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Sie trat als Solistin in Österreich, Deutschland, Italien und Norwegen auf. Durch ihre Auftritte mit exil.arte* ist Irene Wallner spezialisiert auf Österreichische Komponisten, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden.

*Exil.arte seinen Sitz in Österreich und koordiniert und organisiert künstlerische und wissenschaftliche Projekte und Veranstaltungen bezüglich der im gesamten Bereich der Kunst, insbesondere der Musik, des Musiktheaters und des Films von den Nationalsozialisten Vertriebenen, Verfemten und Ermordeten.

Maria Raberger studierte am Bruckner Konservatorium in Linz sowie am Mozarteum in Salzburg und spezialisierte sich auf Repetition, Kammermusik und Vokalbegleitung. Viele Jahre spielte sie Klavier und Celesta im Bruckner-Orchester Linz. Sie ist Mitglied im Trio "donau3klang" und "Ensemble versatile".

Der Eintritt ist frei für Friends of Villa Aurora. Regulärer Eintritt: $ 15.

Bitte melden Sie sich an unter infola@villa-aurora.org. Sie erhalten eine Bestätigung.

Mittwoch, 29.05.2013

Die Gruppe 47 - Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb

Berlin

Lesung und Diskussion mit Helmut Böttiger, SODA Salon in der Kulturbrauerei
Die Gruppe 47, Legende des deutschen Literaturbetriebs, wurde von Helmut Böttiger und seinem mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnetem Werk „Die Gruppe 47 - Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb“ an diesem Abend mit großer Intensität wachgerufen.  

Im Jahr 1947 noch als Gruppe von unbekannten Autoren von Hans Werner Richter zusammengeholt, avancierte sie Ende der 50er Jahre in einer Zeit, als es noch keine konkurrierenden Literaturfestivals und Literaturhäuser gab, zur führenden Stimme der Literaturszene in Deutschland. Aus ihr heraus erwuchs der Beruf des Literaturkritikers mit Namen wie Joachim Kaiser oder Marcel Reich-Ranicki. Stars wurden geboren mit Persönlichkeiten wie Ingeborg Bachmann, Günther Grass oder Peter Handke.

Die Geschichte, die Entwicklung und die Vorwürfe des Antisemitismus sowie der Ablehnung der Exilanten wurden in der Diskussion mit dem Leiter der Reihe „Literarische Freiheit“, Johan de Blank, entlang der Äußerungen von einzelnen Teilnehmern der Gruppe 47 im Detail analysiert.

Was bleibt, ist die Erfahrung, dass Literatur in einer Gesellschaft einen herausgehobenen politischen Stellenwert einnehmen kann, wenn sie die Dinge zur Sprache bringt, die die Politik und die Gesellschaft verschweigt. Mit Willy Brandt und den 68ern fand die Gruppe 47 ihr natürliches Ende.

Die Gruppe 47 - Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb

Berlin

Die Literarische Freiheit begrüßt in ihrer Mai-Ausgabe im SODA Salon der Kulturbrauerei zwei echte Hochkaräter – Helmut Böttiger, Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2013 und den Schriftsteller Ingo Schulze. Sie diskutieren über die Legende des deutschen Literaturbetriebes im Rahmen der Exilliteratur und der Gruppe 47 – Ausgang ist Böttigers aktuelles Werk „Die Gruppe 47 - als die deutsche Literatur Geschichte schrieb“.

Die Reihe Literarische Freiheit wird von Johan de Blank und Michael J. Stephan in Zusammenarbeit mit der Kulturbrauerei organisiert und von den jeweiligen Verlagen der Autoren unterstützt. Der Abend wird in Kooperation mit  dem Verein Villa Aurora ermöglicht, der in Los Angeles das ehemalige Exil-Domizil des Schriftstellers Lion Feuchtwanger und seiner Frau Marta als Künstlerresidenz und als Ort des transatlantischen Austauschs lebendig hält.

Das Verhältnis der Autoren der Gruppe 47 zum Thema Exil und den Schriftstellern, die in den 30er und 40er Jahren Deutschland verlassen hatten, galt bisher als problematisch. Helmut Böttiger, der sich in seinem 2012 erschienen Werk „Die Gruppe 47. Als die deutsche Literatur Geschichte schrieb“ mit eben dieser Thematik auseinandersetzt (Preis der Leipziger Buchmesse 2013), und der Schriftsteller Ingo Schulze diskutieren die Relevanz für das heutige Literaturgeschehen in einer Veranstaltung der Reihe Literarische Freiheit im SODA Salon.

 Die Gruppe 47 entstand aus einem Kreis deutscher Autorinnen und Autoren, die es sich zum Ziel gesetzt hatten, die deutschsprachige Literatur nach dem Untergang des „Dritten Reichs“ zu erneuern und mit der Nachkriegsliteratur auch die Demokratisierung der Gesellschaft zu fördern. Noch heute ist der literarische Diskurs geprägt von ehemaligen Mitgliedern der Gruppe 47 wie Günter Grass, Martin Walser oder Marcel Reich-Ranicki. Weitere waren unter anderem Ingeborg-Bachmann, Paul Celan, Ilse Aichinger, Siegfried Lenz, Alexander Kluge und Heinrich Böll. 1967 zerfiel die Gruppe aufgrund heftiger Auseinandersetzungen der Mitglieder über das Verhältnis von Politik und Literatur.

Tickets an der Abendkasse oder @ Schönhauser Allee 36 10435 Berlin // Haus 7, Aufgang E (rechts neben der "Alten Kantine") 030 - 44 31 51 0 // info@kesselhaus-berlin.de

Kesselhaus-Berlin

Dienstag, 26.11.2013

Villa Aurora Nacht

Berlin

Die Villa Aurora feierte im vergangenen November abermals ihre alljährliche Villa Aurora Nacht, zu der ein enger Kreis geladener Gäste aus Kunst, Kultur, Politik und Medien anwesend war. Anlass war die Vorstellung der Stipendiaten des Jahrgangs 2014. Erstmals fand die Veranstaltung im Lapidarium am Halleschen Ufer statt.

Die Eröffnungsreden hielten Dr. Hans-Ulrich Seidt, Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation beim Auswärtigem Amt, und Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei.

Die Stummfilmbegleitung durch den ehemaligen Villa-Aurora-Stipendiaten Dietrich Brüggemann und dem Deutschen Beatbox-Meister, Daniel Mandolini, bildete den Auftakt der Veranstaltung. DJ Paul Kaeding sorgte für die musikalische Untermalung des Abends.

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